Hochwasser halten sich nicht an Grenzen

Hohe Sachschäden und eine grosse Anzahl betroffener Menschen. Die Bilanz der Hochwasser, die in den letzten Jahren in zahlreichen Regionen Europas aufgetreten sind, ist alarmierend. Und Vorhersagen gehen davon aus, dass solche Ereignisse in Zukunft verstärkt auftreten.

Umso wichtiger sind Massnahmen, die im Falle von Hochwassern für Bevölkerung und Infrastruktur Schutz bieten. Hier tragen verlässliche Gefahrenkarten als Planungsgrundlage sowie effiziente Vorhersage- und Warnsysteme wesentlich dazu bei, das Schadensausmass zu reduzieren.

Für den Erfolg des Projektes von zentraler Bedeutung und gleichzeitig zwingend notwendig ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Denn Hochwasser richten sich nicht nach Ländergrenzen. So meldet etwa das Länderdreieck Luxemburg, Frankreich und Deutschland regelmässig "Land unter". Dreimal zwischen 1993 und 1995 suchten Hochwasser die Gebiete entlang von Mosel, Saar und Sauer heim. 1997 wurde die Oder zum reissenden Strom, Deiche brachen ein. Im August und September 2002 verursachten Überschwemmungen in Österreich, Tschechien, Deutschland und Frankreich Milliardenschäden. Tausende mussten evakuiert werden. Es gab über hundert Todesopfer.

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Die 10 teuersten Überschwemmungskatastrophen für die Versicherungswirtschaft in Europa seit 1990 (nicht inflationsbereinigte Originalwerte, Daten: Münchner Rück 2005, Abbildung gross)

Hochwasser lassen sich nicht vermeiden. Aber man kann sich darauf vorbereiten. Das wissen auch die verantwortlichen Behörden. Deshalb ist das Projekt TIMIS flood entstanden. Als internet-basiertes Hochwasser-Informationssystem soll es ab 2008 die erforderlichen Planungsgrundlagen sowie verlässliche Vorhersagen und Warnungen für Behörden und Bevölkerung bereitstellen.

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Hochwasserschutz bedingt eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
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